• 9. September 2015

10 Fragen an StB Lars Hofmann

10 Fragen an StB Lars Hofmann

10 Fragen an StB Lars Hofmann 1024 698 Steuerköpfe

Am Wochenende tritt Lars Hofmann als Musiker auf. Unter der Woche widmet er sich dem Rock ’n Roll der Steuerberatung.

1. Warum sind Sie StB geworden?

Ich habe in Lüneburg Wirtschaftsrecht studiert, anfangs allerdings nicht mit dem Ziel, mich auf das Steuerrecht zu stürzen. Den Ausschlag dafür gab später im Wesentlichen mein Professor, Herr Dr. Preißer, der mich und meine damaligen Mitstudenten für das Thema gewinnen konnte und uns somit auf diese Spur gebracht hat.

Die Entscheidung, den Weg zu Ende zu gehen und Steuerberater zu werden, fiel wesentlich später. Das ausschlaggebende Argument hierfür waren die guten Möglichkeiten, selbständig arbeiten zu können und sein eigener Herr zu sein. Mir ist außerdem wichtig, nah am Menschen zu sein. Wenn man das möchte und die Tätigkeit bzw. die Kanzlei entsprechend ausrichtet, lässt sich dies in dem Beruf gut verwirklichen.

2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentiellen Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten?

Tatsächlich: nix. Ich erläutere schlichtweg was ich anbieten kann, welche Leistungen ich nicht anbieten kann und vor allem wie ich arbeite. Nach meinem Empfinden entscheidet sich das Zustandekommen eines Mandats vordergründig danach, ob sich beide Parteien gut verstehen, wenn „die Chemie“ stimmt, wie man so sagt. Das liegt vielleicht auch daran, dass die meisten Mandanten die fachliche Qualität der steuerlichen Arbeit nur schwer beurteilen können. Aber gut, ein USP mag in meinem Fall sein, dass ich neben meiner Arbeit als Steuerberater auch Musiker bin und mich seit eh und je in einem kreativen Umfeld bewege. Da viele meiner Mandate aus der Kreativwirtschaft kommen, fühlen sie sich verstanden und gut aufgehoben.

3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?

Auf jeden Fall nicht am Schreibtisch. Meine Quellen: Gespräche mit Kollegen und Freunden, das Internet, Italien.

4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?

Meine Kanzlei wird in diesem Jahr umziehen, da gibt es das ein oder andere neben der eigentlichen Arbeit zu organisieren.

5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

Die Persönlichkeit entscheidet!

6. Mal angenommen, der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?

Massiv ins Marketing investieren, ungelernte Kräfte anstellen und die Preise drastisch reduzieren. Nein, natürlich nicht. Ich habe den Eindruck, dass die Leute sich im Bereich Steuern schon sehr genau überlegen, wem sie die Verantwortung anvertrauen. Insbesondere die Selbständigen wollen in diesem Teil ihres Geschäftes schlichtweg jeden Ärger vermeiden, was ja auch durchaus nachvollziehbar ist. Der hohe Ausbildungsstand der Steuerberater stellt für dieses Bedürfnis einen enormen Wettbewerbsvorteil dar. Gegenfrage: Wenn Sie ein Haus bauen wollen, an wen wenden Sie sich? Vermutlich an einen Architekten oder einen Ingenieur.

Ihre Frage zielt aber vielleicht auf etwas anderes. Ich jedenfalls denke nicht, dass der Berufsstand sich zu sehr auf seiner geschützten Position ausruht, dafür gibt es derzeit zu viele andere Herausforderungen, die zu meistern sind, wie z.B. aktuell die Digitalisierung der Prozesse. Wenn der Kammerzwang fällt, können sich insbesondere im Bereich der einfacheren Tätigkeiten spürbare Veränderungen ergeben, aber tatsächlich passiert das doch jetzt schon aufgrund der zunehmenden Automatisierung.

7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?

Ich habe meine Kanzlei auf der grünen Wiese gegründet, habe mir also den Mandantenstamm selber aufgebaut, habe mir die Organisation, die IT und das gesamte Drumherum selber zusammengesetzt. Wenn man dann noch gelegentlich von den Mandanten hört, dass sie den „besten Steuerberater der Welt“ haben, dann darf man wohl zufrieden oder auch etwas stolz sein.

8. Sie können – unbemerkt und ungestraft – hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden Sie ausspionieren?

Da fällt mir nichts ein.

9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?

Die Beobachtungsgabe von Sherlock Holmes!

10. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Es ist Montag, 8:52. Ich freue mich auf eine sonnige Woche in Hamburg.

Über StB Lars Hofmann:

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