• 15. November 2017

10 Fragen an RA StB Zacharias Schneider

10 Fragen an RA StB Zacharias Schneider

10 Fragen an RA StB Zacharias Schneider 1024 555 Steuerköpfe

Zacharias Schneider ist begeistert von der Schnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft. Diese Begeisterung möchte er auch in der universitären Juraausbildung verankern. Mit Kollegen hat er deshalb den VFS gegründet: Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e.V.

Zur Person

Zacharias Schneider (*1981) begann seine Karriere bei einer mittelständischen Wirtschaftskanzlei in Hannover, bevor er 2015 zu Luther wechselte. Er ist Gründungsmitglied des VFS Hannover – Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e.V.. Der gemeinnützige Verein bringt mit seinen Jour fixe, Symposien zum Steuerrecht und weiteren Veranstaltungen Studierende und Praktiker zusammen, steht allen am Steuerrecht (und am Networking) interessierten Menschen offen und sucht Unterstützer.

Zur Kanzlei

Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft beschäftigt rund 380 Berufsträger. Der Stammsitz ist in Köln und es gibt neun weitere Niederlassungen in Deutschland und sechs im Ausland. Der Großteil des Umsatzes wird in Deutschland erwirtschaftet: 110 Mio. Euro von insgesamt 124 Mio. Euro. Bewerber finden mehr Infos auf der Karriere-Seite der Kanzlei.

Werbung

1. Warum sind Sie StB geworden?

Weil der Beruf für mich die ideale interdisziplinäre Beratungsschnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft darstellt. Ich bin zwar zunächst Rechtsanwalt geworden, hatte aber immer die Zielsetzung auch Steuerberater zu werden, weil mich früh diese Schnittstelle so begeistert hat. In Osnabrück, wo ich – neben London und Budapest –, studiert habe, wurde dieses interdisziplinäre Verständnis auch in der juristischen Ausbildung gelebt: Rechtswissenschaftliches Studium flankiert von einem großen Netzwerk aus Beratern, Richtern und auch Vertretern der Finanzverwaltung. Solch ein Netzwerk fehlte in Hannover und das war auch der Zündfunke für die Gründung des VFS Hannover – Verein zur Förderung der Steuerrechtswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover e.V.. Bei einer Tagung der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft – DStJG traf ich mit RiFG Dr. Thomas Keß einen ganz ähnlich motivierten Mitstreiter. Wir wollten den interdisziplinären Ansatz gleichermaßen in die universitäre Ausbildung wie die Beraterschaft tragen. Dank des unerwartet hohen Zuspruchs zu unseren ersten Symposien konnten wir dann schnell dieses Bestreben als Verein sichtbar machen. Der VFS Hannover soll nicht nur zwischen den Berufsgruppen Verbindungen stiften, sondern auch über die Altersgruppen hinweg – vom Studenten, über erfahrene Praktiker bis hin zu emeritierten Akademikern.

2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentiellen Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten?

Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft hat als full-service-Kanzlei eine hervorgehobene Stellung mit einem hohen Spezialisierungsgrad bei den Themen Transaktionsbegleitung, Nachfolgegestaltung, Steuerabwehrberatung, Gemeinnützigkeit und öffentliche Hand.

3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?

Vor allem aus Netzwerken – wie dem VFS Hannover –, dazu sind sie ja da. Aber auch auf Kongressen im In- und Ausland oder von benachbarten Organisationen wie der DStJG.

4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?

Die Etablierung eines steuerzentrierten Beratungsangebots auf dem regionalen Beratungsmarkt.

5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

Nach Qualifikation und natürlich Motivation. Wer im Steuerrecht beraten will, steht vor der Herausforderung, dass das geforderte hohe Niveau einen langen Werdegang voraussetzt. Wer erwartet, im ersten Berufsjahr zu allem beraten zu können, dem wird die Puste ausgehen.

6. Mal angenommen, der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?

Das würde uns nicht wesentlich berühren, da wir nur eingeschränkt im klassischen Sinn steuerberatend tätig sind, sondern viel mehr in Projektarbeit und häufig in enger Abstimmung mit den bereits vorhandenen Steuerberatern des jeweiligen Mandanten tätig werden.

7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?

Gemeinsam mit Thomas Keß die Initialzündung für den VFS Hannover gelegt zu haben und in der Folge das größte Steuernetzwerk in der Region Hannover geschaffen zu haben. Wir veranstalten derzeit ein bis zwei Symposien pro Jahr, zu denen jeweils um die 200 Teilnehmer aus Beraterschaft, Unternehmen und der Studentenschaft erscheinen. Der VFS Hannover kooperiert dazu mit Organisationen wie dem lokalen Rechtsanwalts- und Notarverein und anderen Vereinigungen, oft zu hochaktuellen steuerrechtlichen Themen. Der VFS Hannover entsendet Teams zu dem vom Bundesfinanzhof organisierten Steuerrechts-Moot-Court und arbeitet an einer Tax Law Clinic, in der Studenten unter Anleitung von Berufsträgern an Beratungssituationen herangeführt werden. Wir organisieren für die Studenten Exkursionen nach Berlin und München, u.a. mit Besuchen u.a. des Bundesfinanzministeriums, des Bundesfinanzhofs und Niederlassungen unserer Mitgliedskanzleien. Derzeit überlegen wir gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover die Einführung einer Zusatzqualifikation auf Basis von Veranstaltungen der Fakultät und des VFS Hannover.

8. Sie können – unbemerkt und ungestraft – hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden Sie ausspionieren?

Wie man über Standorte interdisziplinär noch besser effizient zusammen arbeitet und dabei Auslastung und Verfügbarkeit kenntlich machen kann.

9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?

Ich wäre gern musisch besser aufgestellt und würde außerdem gern gesetzgeberische Maßnahmen und die Interpretation durch die Finanzverwaltung vorhersehen können.

10. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Jetzt nach dem Urlaub: Klar, aufgeschlossen und zielgerichtet.