• 3. Juni 2018

10 Fragen an … StBin Linda Albrecht

10 Fragen an … StBin Linda Albrecht

10 Fragen an … StBin Linda Albrecht 1024 439 Steuerköpfe

Im BWL-Studium gab ihr das Steuerrecht den Kick. Als Jahrgangsbeste bekam Linda Albrecht ihren ersten Job bei einer großen Beratungsgesellschaft. Als Prokuristin stieg sie aus gründete ihre eigene Kanzlei am Ammersee. Dort sieht sie ihre Berufung in handfester Unternehmensberatung. „Mandanten brauchen heute schnelle, effiziente und praxisdienliche Handlungsanweisungen und einen Berater der Ihnen dabei hilft diese umzusetzen“, sagt sie.

Zur Person

Im Steuerrecht konnte Linda Albrecht (*1977, xing) während ihres BWL-Studiums brillieren, aber auch in den anderen Disziplinen hat sie aufgepasst: Regelmäßig holt sie sich Feedback von ihren Mandanten und setzt deren Aussagen auf ihren Webpräsenzen ein. Wenn Sie abends die Kanzlei abschließt, schließt sie auch gedanklich mit dem Stress ab. Jahrelanges Yoga-Training hat sich da bezahlt gemacht. Foto: Enno Kapitza (im Auftrag von Agenda)

Zur Kanzlei

2005 beginnt Linda Albrecht nebenberuflich ihre Kanzlei (Homepage) aufzubauen. Seit 2011 ist sie in Vollzeit selbstständig. Im Schnitt helfen ihr 4-5 Angestellte und freie Mitarbeiter, die Fäden zusammenzuhalten.

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1. Warum sind Sie StB geworden?

Weil ich im Rahmen meines BWL Studiums nach Herausforderungen gesucht habe und vor dem Steuerrecht hatten alle Kommilitonen Respekt. Ich war in vielen Teildisziplinen der BWL durchschnittlich, aber die erste Steuerrechtsklausur habe ich mit einer Eins bestanden und am Ende war ich Jahrgangsbeste. Das hat die Professoren auf mich aufmerksam gemacht und ich bin anschließend nach Abschluss als Jahrgangsbeste ohne großes Bewerbungsverfahren bei einer Big-Four-Gesellschaft ein- und bis zur Prokuristin aufgestiegen. Das war mit Anfang 20 dann mit eigenen Herausforderungen versehen und eine harte Schule, aber ohne sie hätte ich meine Selbstständigkeit nicht gemeistert.

2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentiellen Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten?

Alle Kollegen bieten im Grunde die gleichen Tätigkeiten & vereinbare Tätigkeiten an, wir unterscheiden uns strenggenommen nur durch Alter & Aussehen & Charaktertyp. Ich selbst verwirkliche mich beruflich im Alltag mehr als Managerin der Unternehmen für unsere Mandanten als ein theoretischer Berater zu sein. Daher steht bei uns die Unternehmensberatung & betriebswirtschaftliche Beratung seit Kanzlei Eröffnung im Vordergrund. Mandanten brauchen heute schnelle, effiziente und praxisdienliche Handlungsanweisungen und einen Berater der Ihnen dabei hilft diese umzusetzen. Dafür stehen wir auch Samstags für Termine & außerhalb der üblichen Öffnungszeiten, zur Verfügung.

3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?

Durch unsere Mandanten und Ihr Feedback. Wir lassen uns von Zeit zu Zeit über Feedback Bögen eine Art Zeugnis ausstellen und wissen dann was wir an uns oder unserer Herangehensweise ändern müssen.

4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?

Die Vereinbarkeit von WorkLife Balance für dauerhaft motivierte & engagierte Mitarbeiter und steigenden Anforderungen der Mandanten an uns noch schneller & effizienter als Dienstleister unterstützen zu können.

5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

Teamfähigkeit, positive Lebenseinstellung & eine Wertschätzung für flexible Arbeitszeiten und eine wenig hierarchisch geführte Kanzlei.

6. Mal angenommen, der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?

Das wäre ja spannend. Dann würde hoffentlich aber auch die Beschränkung fallen das wir nur vereinbare Tätigkeiten ausüben dürfen. Hierdurch verzichten wir auf sehr viel Geld, nur so am Rande. Darüber sind sich nur nicht so viele Kollegen bewusst. Mir werden permanent Angebote für GF Tätigkeiten, Moderatorenjobs und andere Tätigkeiten angeboten. Leider darf ich diese nur nicht ausüben.

7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?

Erfolg ist eine langfristige Betrachtung. Stolz bin ich vor allem darauf, dass ich in allen Jahren immer Umsatzzuwächse hatte, die branchenunüblich sind, und dabei immer von einem super Team unterstützt werde.

8. Sie können – unbemerkt und ungestraft – hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden Sie ausspionieren?

Die Effizienz der Mitarbeiter

9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?

In die Zukunft schauen zu können.

10. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Konzentriert und Professionell aber nicht nur gegenwärtig sondern auch grundsätzlich. Getreu dem Motto work smarter, not harder.