• 14. April 2019

10 Fragen an … StB Michael Böhmann

10 Fragen an … StB Michael Böhmann

10 Fragen an … StB Michael Böhmann 1024 682 Steuerköpfe

Michael Böhmann hat den Spaß am Beruf nicht verloren. Er freut sich über motivierte Mitarbeiter, Partner und gut gelaunte Mandanten. Mit ihnen geht er die Transformation im Beruf an und freut sich auf die Zukunft.

Zur Person

StB Michael Böhmann (xing) ist den Praktikerweg gegangen. Mit den Partnern in seiner Kanzlei setzt er auf Zertifizierung, Mitarbeitereinbindung und die Abrechnung von Wirtschaftsberatung.

Zur Kanzlei …

Die AWL Steuerberatungsgesellschaft (Homepage) hat Standorte in Cloppenburg und Emstek, sechs Berufsträger und insgesamt rund 30 Köpfe.

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1. Warum sind Sie StB geworden?

Ich liebe Herausforderungen! Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten und die Fortbildung zum Bilanzbuchhalter haben mich zum „Weitermachen“ animiert. Ich habe dabei gemerkt, da ist noch Luft nach oben … auch noch immer. 😉

2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentiellen Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten?

Buchführung und Jahresabschluss kann jeder. Unser Schwerpunkt liegt jedoch auf Beratung. Wir begleiten und fördern das Unternehmen beim Wachstum. Denn das tolle am Job ist, wenn Mandanten durch unsere Begleitung gewachsen und erfolgreich geworden sind.

Wir haben in der Kanzlei schon vor ein paar Jahren erkannt, dass wir unverwechselbar werden müssen. Über die fachliche Schiene funktioniert das kaum, denn aufgrund des Ausgangsmaterials müsste jeder Steuerberater zu einem ähnlichen Ergebnis kommen. Also läuft es eher über die Beratung. Wir stecken viel Arbeit in Businessplan-Entwicklungen und -Beratungen. Nicht wissenschaftlich, sondern ganz praktisch. Wenn ich beim Bankgespräch merke, dass der Mandant bei Fragen des Bankmitarbeiters den Blick hält, anstatt zu mir zu gucken, dann weiß ich, wir sind auf einem guten Weg. Bei uns heißt dieses Auftragsfeld Wirtschaftsberatung und wird vierteljährlich abgerechnet. Die Umsätze zeigen nach oben, das macht mich optimistisch.

3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?

Von Mandanten und Mitarbeitern, die tagtäglich motiviert und gut gelaunt sind. Und davon gibt es wirklich viele. 😊

Wir haben in der Kanzlei festgestellt, dass von oben verordnete Motivation keine ist. Und wir haben festgestellt, dass sich die meisten Mitarbeiter gern engagieren, wenn man sie mitreden und mitentscheiden lässt. So haben wir zum Beispiel eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder und die Mitarbeiter bringen diese mit ihren Engagement echt voran.

4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?

Fachkräftemangel und Digititalisierung sind die Herausforderungen in unserer Branche. Aber wir begegnen diesen Themen mit sehr viel Offenheit. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir uns auch hier gut aufstellen werden.

Bei der Digitalisierung setzen wir auch wieder auf die Einbeziehung unserer Angestellten. Denn diese müssen mit den ausgewählten Lösungen arbeiten und können am besten beurteilen, wie gut sich diese in unsere Prozesse integrieren.

5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

Offenheit für Weiterentwicklungen und gute Kommunikationsfähigkeit sind sehr wichtig. Fachlichkeit lässt sich im Zweifel auch lernen.

6. Mal angenommen, der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?

Gute Leistungen werden sich immer am Markt abheben. Da mach ich mir weniger Sorgen. Der Aufgabenbereich wird sich ggf. verlagern. Man muss sich dem Markt halt anpassen.

Wenn man die EU so betrachtet, werden sich die Selbstverwaltung des Berufs und die Markteintrittsgrenzen wohl kaum halten lassen. Allerdings: Wie soll ein weniger qualifiziertes und kleineres Unternehmen die Risiken schultern, die wir als Berufsträger und mit Unterstützung durch 30 Mitarbeiter unter Kontrolle halten? Sollte der Kammerzwang irgendwann fallen, wird es wohl so kommen wie mit der Ich-AG damals: Erst gibt es ganz viele und dann kommt die Marktbereinigung.

7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?

Bereits seit 2009 sind wir nach DIN ISO 9001 zertifiziert. Auch der Ausbau auf unsere Zweigniederlassung in Emstek und weiterer Tochtergesellschaften war genau der richtige Weg.

8. Sie können – unbemerkt und ungestraft – hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden Sie ausspionieren?

Die Prozessabläufe anderer Kanzleien zu kennen wäre interessant.

9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?

Es allen Recht machen!😉

10. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Etwas aufgedreht oder nennt man das motiviert?!😊