• 28. Juli 2019

10 Fragen an … Gudrun Mildner

10 Fragen an … Gudrun Mildner

10 Fragen an … Gudrun Mildner 1024 631 Steuerköpfe

Die Kanzlei HCP ist gespalten: in Steuerberatung und Wirtschaftsberatung. Geschäftsführerin der Wirtschaftsberatung ist Gudrun Mildner. Sie schätzt die enge Zusammenarbeit mit den StB und den Mandanten. Auf der Regionalinfotagen der Datev ist HCP eine der referierenden Vorzeigekanzleien.

Zur Person

Gudrun Mildner ist Geschäftsführerin der Beratungsfirma und zweifache  Mutter (xing).

Zur Kanzlei

Gudrun Mildner ist Change Managerin. Und es ändert sich viel in der Kanzlei HCP Heilmann, Conrad & Partner in Wuppertal: Die Berater meinen es ernst mit der Wirtschaftsberatung und haben dafür eine eigene Firma gegründet, die Beratungsgesellschaft HCP Consultants GmbH.

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1. Warum sind Sie StB geworden?

Bin ich gar nicht – ich bin die Change Managerin der Kanzlei, leite den Bereich betriebswirtschaftliche Beratung (wir sind die, die von Steuern keine Ahnung haben) und Geschäftsführerin der ausgegründeten Beratungsgesellschaft HCP Consultants GmbH, mit der wir in einem Coworking-Space sitzen.

Warum ich beim Steuerberater arbeite? Weil ich keine Power-Point getriebene Beratung mag und ich die Verzahnung zu den Zahlen gut und wichtig finde.

2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentiellen Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten?

Wir sind was wir können – Mittelstand. Wir haben Spezialisten an Bord oder im Netzwerk. Wir verbinden Steuern, Unternehmensplanung, strategische Beratung, Digitalberatung und Lebensplanungsberatung – also alles das, was der Unternehmer braucht.

3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?

Unter anderem bei Werkstudenten, die wir einstellen. Auf den Regionalinfotagen der Datev, für die wir dieses Jahr eine der vortragenden Kanzleien sind – und ich offensichtlich mal wieder die einzige Frau und die erste Person, die dort ohne StB-Titel auf der Bühne steht. Im Austausch im Netzwerk, insbesondere im Coworking-Space. Und noch vieles mehr.

4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?

Kulturwandel in der Kanzlei – wir wollen von einer Steuerberatung mit Unternehmensberatung zur Unternehmensberatung mit Steuerberatung werden.

5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?

Persönlichkeit, Haltung, Digitalaffinität, Erfahrung, Fachwissen – in der Reihenfolge.

6. Mal angenommen, der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?

Wir sind schon dabei – wir richten uns in unserer Strategie und Entwicklung genau auf das Szenario aus. Wir hoffen, dass wir schnell genug und gut genug dort hingelangen, wo wir hinwollen – dafür geben wir alles.

7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?

Früh genug mit der Digitalisierung und Automatisierung angefangen zu haben. Das ist kein Thema mehr im Team, dann ist man am Ziel. Selber eine Cloud aufgesetzt zu haben für die Mandanten, das nimmt jetzt richtig fahrt auf.

8. Sie können – unbemerkt und ungestraft – hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden Sie ausspionieren?

Was die Mitarbeiter sich an der Kaffeemaschine erzählen.

9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?

Manchmal mehr Geduld – ich übe täglich.

10. Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Meine Kinder (23,20) sagen: Verrückt – verrückt nach Neuem, nach Wandel, nach Entwicklung. Ich sage: angestrengt, aber fröhlich auf dem Weg.