• 29. September 2019

10 Fragen an … Dominik Peters

10 Fragen an … Dominik Peters

10 Fragen an … Dominik Peters 1024 683 Steuerköpfe

Dominik Peters steckt bis über beide Ohren in den wesentlichen Herausforderungen, die die Steuerberatung derzeit beschäftigen: Digitalisierung, Verfahrensdokumentation und Mandanten für weitere Beratung gewinnen. Aber ob er auch in den Beruf eintritt, ist offen. Wie nötig ist der StB-Titel für die anstehenden Herausforderungen? Welche Perspektiven können Kanzleien Berufseinsteigern bieten, die diese Herausforderungen anpacken können?

Zur Person

Dominik Peters (*1988, xing) beschäftigt sich in der Kanzlei und in seiner Master-Thesis mit der Verfahrensdokumentation – dabei sowohl die Erstellung und Umsetzung beim Mandanten, sowie die Entwicklung einer marktfähigen Dienstleistung als weiteren Baustein der wirtschaftlichen Beratung.

Zur Kanzlei

Die Berater der Kanzlei HCP Heilmann, Conrad & Partner in Wuppertal meinen es ernst mit der Wirtschaftsberatung und haben dafür eine eigene Firma gegründet, die Beratungsgesellschaft HCP Consultants GmbH. Peters‘ Kollegin Gudrun Mildner hat vor ihm die 10 Fragen beantwortet und war auch schon im Kanzleifunk zu Gast.

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1. Warum sind Sie StB geworden?
Bin ich zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht. Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für meine Master-Thesis, bin ich eher durch Zufall und einen Tipp vom Lehrstuhl auf die Kanzlei HCP aufmerksam geworden. Seither bin ich als Werkstudent Teil der Wirtschaftsberatung und hauptverantwortlich für das Thema Verfahrensdokumentation. Ob und wann ich den Weg zum Steuerberater gehe, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.
2. Ihre fachliche Dienstleistung bieten auch zig andere Kanzleien – was stellen Sie heraus, wenn Sie potentielle Mandanten Ihre Kanzlei empfehlen möchten.
Unser Selbstverständnis als „Berater“ geht weit über die klassischen Steuerberateraufgaben hinaus. Mit dem Prinzip des Co-Piloten stehen wir unseren Mandanten mit Rat und Tat in beruflicher und privater Hinsicht zur Seite. Für die tägliche Arbeit bieten wir unseren Mandanten digitale Lösungen, die die Arbeit erleichtern und die Prozesse schlanker gestalten. Über unsere steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen hinaus, haben wir uns ein großes Netzwerk an Spezialisten aufgebaut, die wir jederzeit für unsere Mandanten hinzuziehen können.
3. Wo holen Sie sich Inspiration für Ihre Arbeit?
Im Alltag – Nachdem ich mittlerweile einige Mandanten mit ihren Erfolgen/Misserfolgen, Verhaltensweisen, Sorgen, etc. kennengelernt habe, kommen mir immer wieder gute und spannende Ideen für meine Beratungsansätze bei ganz alltäglichen Situationen wie Einkaufen oder dem Friseurbesuch.
4. Welche geschäftliche Herausforderung beschäftigt Sie derzeit am meisten?
Aktuell das Thema Verfahrensdokumentation – dabei sowohl die Erstellung und Umsetzung beim Mandanten, sowie die Entwicklung einer marktfähigen Dienstleistung als weiteren Baustein der wirtschaftlichen Beratung. Über die Herausforderungen bei der Erstellung einer Verfahrensdokumentation für die Mandanten und uns als Kanzlei schreibe ich zudem grade in meiner Masterthesis.
5. Nach welchen Kriterien wählen Sie Mitarbeiter aus?
Bis zum heutigen Tage war ich noch nicht in der Situation, Personalentscheidungen treffen zu müssen. Ich habe dazu aber ganz klare Vorstellungen und Ideen was Mitarbeiter, bzw. Kollegen können sollten und wurde in der Vergangenheit auch schon mal bei der Bewertung von Bewerbern hinzugezogen. Für mich ist es sehr wichtig, dass eine Person über den Tellerrand hinausgucken kann und will, um Situationen in einem größeren Zusammenhang betrachten und bewerten zu können und um nicht nur nach Schema F zu handeln. Aus meiner Sicht ist es entscheidend, dass in einem Unternehmen eine konstruktive Fehlerkultur besteht. Mitarbeiter sollten daher bereit sein, mit eigenen und fremden Fehlern nicht ins Kämmerlein zu verschwinden, sondern diese gemeinsam zu lösen und daran zu wachsen.
6. Mal angenommen der Kammerzwang fällt, jeder darf Steuerberatung anbieten und Steuerberater auch gewerbliche Leistungen: Was tun Sie?
Um diesem Umstand zu begegnen, haben wir bereits zwei Pfade eingeschlagen. Zum einen gibt es das Thema Digitalisierung, das wir schon seit einigen Jahren in der Kanzlei und bei unseren Mandanten bespielen, um so selber effizient arbeiten zu können und auch bei dem Mandaten einen geringeren Zeitaufwand für die Buchhaltung und daran angehängte Leistungen zu schaffen.
Zum anderen bieten wir ein breites Portfolio an betriebswirtschaftlichen Beratungen/Dienstleistungen und haben darüber eine enge Vertrauensbasis mit den Mandanten aufgebaut. In diesem Zusammenhang blicken wir auf eine Vielzahl an erfolgreichen Unternehmensgründungen, -übernahmen, -verkäufen, etc. zurück und haben dadurch in diesem Feld eine große Kompetenz entwickelt.
Diese Kombination aus effizienten digitalen Prozessen und Erfahrung in vielen betriebswirtschaftlichen Situationen macht unsere Kanzlei einzigartig und zukunftsfähig.
7. Auf welche geschäftliche Entscheidung/Erfolg sind Sie stolz?
Darauf meine Thesis in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der praktischen Tätigkeit heraus zu schreiben und nicht vier Monate ausschließlich theoretisch orientiert in der Bibliothek zu sitzen.
8. Sie können – unbemerkt und ungestraft hinter die Kulissen einer anderen Kanzlei schauen: Was würden sie ausspionieren?
Wie sind die Organisationsabläufe gestaltet?
Was wird den Mitarbeitern geboten? 
Wie läuft der Vertrieb und welche Verkaufsargumente werden eingesetzt?
Jeweils mit dem primäre Ziel Erfahrungen zu sammeln und bisher gelerntes zu benchmarken.
9. Welche natürliche Gabe würden Sie gern besitzen?
Geduld und eidetisches Gedächtnis
10. hre gegenwärtige Geistesverfassung?
Auf einem sehr hohen Level. Zum einen, super spannende Themen, die der Job mit sich bringt und zum anderen die Auseinandersetzung mit dem Thema meiner Thesis. Für mich eine anstrengende, aber sehr interessante Erfahrung, die, glaube ich, im Leben nicht mehr so oft kommen wird.